Competence for nuclear narration

Eine performative Expedition von wandernden Rückkopplungs-Aktivistinnen zieht im Sommer 2012 durch das Münsterland: Von der Atomanreicherungsanlage in Gronau zum Zwischenlager in Ahaus.

Atomare Strahlung sieht, hört und riecht man nicht, für die menschlichen Sinne ist sie ein nicht wahrnehmbares Phänomen. Alte (und neue) Mythen ranken sich um solche, nicht ohne Hilfsmittel wahrnehmbare Vorkommen, erzählen die Faszination des Unsichtbaren und Unmöglichen. So wird Unsichtbares erklärbar und leichter in das menschliche Verständnis einzuordnen. Mythen eignen sich Unerklärbares an, üben Macht aus, indem sie Bilder finden wo keine waren und an diese und sich glauben machen.

Die Expedition greift die Bewegungsform der Demonstration auf – eine Wanderung auf einer festgelegten Strecke. Unterwegs markieren neonfarbene Spurensetzungen von Unsichtbarem, Gespräche mit AnwohnerInnen und performative, mythische Besetzungen und Verwehungen die einzelnen Stationen des Weges. Diese Markierungen können von anderen Wandernden gefunden werden, die der neo(n)mythologischen Karte folgen oder zufällig vorbeikommen.

Realisiert im Künsterdorf Schoeppingen für das Projekt “Kritische Masse

mit: Raumfaltung, VERA DREBUSCH, JULIA-LENA LIPPOLDT, LAURA POPPLOW, EVELINA RAJCA, THERESE SCHULEIT, EVAMARIA SCHALLER & SELMA
www.raumfaltung.org